Ingwer: Scharfer Spross mit Schutzfunktion

Ingwer kennen viele als Gewürz, das vor allem asiatische Gerichten schmackhafte Schärfe verleiht. Doch die Talente des Ingwers reichen weit über die Küche hinaus. Der exotische Spross ist ein echter Gesundheitshelfer und kann zahlreiche Beschwerden lindern. 

„Zingiber officinale“ lautet die botanische Bezeichnung der tropischen Pflanze, deren bizarr geformtes Rhizom (eine Art unterirdischer Spross) es heute in fast in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Frischer, roher Ingwer schmeckt erfrischend zitronig und scharf. Umso länger er erhitzt wird, desto schärfer wird er.

Neben „Ingwer pur“ gibt es mittlerweile auch zahlreiche Fertigprodukte mit seinen Extrakten, zum Beispiel Tee mit Ingwer, Ingwerstäbchen (eine Süßigkeit) oder Ingwerlimonade. Und: Es hat sich rumgesprochen, dass Ingwer gesund ist. Seine wohltuende Wirkung bei verschiedenen Beschwerden ist kein Geheimnis mehr. Doch wofür ist Ingwer eigentlich genau gut?

Gut für Magen, Darm und bei Erkältungen

Ob als getrocknetes Pulver, frisch und roh oder gegart: Ingwer regt den Appetit an. Im Deutschen Arzneibuch ist Ingwer als geeignetes Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden und Übelkeit gelistet. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) empfiehlt Anwendungen bei Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen.

Insgesamt kann die Wurzel Folgendes:

  • Magensaft-, Speichel- und Gallensäurebildung anregen und so die Verdauung in Magen und Darm unterstützen
  • gegen Brechreiz und Reisekrankheit helfen
  • die Aufnahme von Nährstoffen im Darm verbessern
  • Entzündungen hemmen
  • Erkältungssymptome lindern

So hilft Ingwertee

Gerade bei Übelkeit und Erbrechen ist Ingwertee besonders zu empfehlen, da er Flüssigkeitsverlust entgegenwirkt und zugleich reizmindernd wirkt. Allerdings ist für Schwangere Vorsicht geboten: Laut Experten soll die Einnahme von IngwerWehen auslösen können.

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Wenn eine Erkältung am Anrücken ist, kann Ingwertee mit seiner immunstärkenden Wirkung manchmal sogar eine Verschlimmerung verhindern. Das Zusammenspiel seiner Inhaltsstoffe – beteiligt sind unter anderem ätherische Öle sowie die Scharfstoffe Gingerol, Zingiberol und Shogaol – wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.

Für den Tee einfach drei bis vier Scheiben Ingwer mit kochendem Wasser überbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Besonders gut schmeckt dieser Tee mit Honig und Zitrone. Die wärmende Wirkung, die nach dem Genuss einer heißen Tasse Ingwertee umgehend einsetzt, ist sehr angenehm.

Ob Husten oder Pickel: Ingwer tut gut

Aber nicht nur zur inneren Anwendung ist die gesunde Knolle geeignet – die Inhaltsstoffe dringen nämlich durch die Haut. Deshalb ist der Einsatz als Ingwerwickel bei Hustenoder ähnlichen Erkrankungen der Atemwege zu empfehlen. Auch bei Pickeln und Herpes kann Ingwer für schnelle Linderung sorgen: die betroffene Stelle einfach mit einem frisch aufgeschnittenen Ingwerstückchen einreiben.

Eigenen Ingwer ernten

Wer gerne gärtnert, kann übrigens auch mal versuchen, Ingwer selbst aus einer gekauften Knolle im Topf zu ziehen. Dafür wird sie im Frühjahr in etwas Erde eingegraben und mehrere Wochen warm und etwas feucht gehalten. Sobald sich der Trieb zeigt, braucht die Pflanze viel Sonne. Ab Oktober, wenn sich die Blätter des Ingwers gelb färben, wird die Wurzel ausgegraben – und schon hat man seinen eigenen Bio-Ingwer.

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