Bye, bye, Käsefüße: Was wirklich gegen den unangenehmen Geruch hilft

Schweißfüße sind unangenehm und besonders im Sommer ein Problem. Wir geben Ihnen einfache Tipps mit an die Hand, wie Sie dem Geruch vorbeugen können.

Käsefüße entstehen, wenn die Füße schwitzen. Frischer Schweiß ist zunächst noch geruchsneutral. “Der Geruch entsteht, wenn Bakterien auf der Haut durch Spaltung von organischen Substanzen den Schweiß zersetzen”, erklärt Chalid Assaf, Direktor der Dermatologischen Klinik an der Helios Klinik in Krefeld. “Dabei entsteht Buttersäure, die für den typischen Schweißgeruch sorgt.”

Müffelnde Füße seien vor allem im Sommer ein Problem – denn dann “kommen die Füße verstärkt ins Schwitzen”. Bis zu 360 Schweißdrüsen sitzen auf einem Quadratzentimeter Haut und sondern bei Anstrengung oder Wärme Schweiß ab. Dieser erfüllt eine wichtige Funktion, er kühlt den Körper und schützt so vor Überhitzung.

Schwitzen ist also eine normale Funktion des Körpers und nur in Ausnahmefällen krankhaft. Einige Menschen leiden jedoch unter einer sogenannten Hyperhidrose, sie schwitzen also ungewöhnlich viel. Generell ist es sinnvoll, immer dann einen Arzt aufzusuchen, wenn das Schwitzen oder die damit einhergehende Geruchsbildung die Lebensqualität einschränkt oder plötzlich aufgetreten ist. “Auch Risse in der Haut oder Juckreiz sollten von einem Arzt abgeklärt werden”, erklärt Chalid Assaf. Unter Umständen liege dann ein Pilzbefall oder eine Allergie vor.

In der Fotostrecke geben wir Ihnen sieben Tipps, wie sich übelriechende Füße vermeiden lassen.

So beugen Sie Fußgeruch vor

Tipp 1: Socken aus Naturfasern

Benutzen Sie Socken aus Baumwolle oder Wolle, da sie Schweiß aufnehmen und atmungsaktiv sind. “Synthetisches Material sollte nach Möglichkeit gemieden werden”, rät Dermatologe Assaf. “Es besteht aus Kunstfasern, ist eng gewebt, nicht atmungsaktiv und verstärkt dadurch das Schwitzen.” Die Folge: Die Füße beginnen schneller zu müffeln.

Tipp 2: Barfuß laufen

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Gönnen Sie Ihren Füßen eine Auszeit von engen Schuhen und laufen Sie sooft wie möglich barfuß. Das belüftet die Füße und massiert die Fußsohlen. “Auch leichtes, luftdurchlässiges Schuhwerk, offene Schuhe oder Sandalen sind empfehlenswert”, erklärt der Experte.

Tipp 3: Hornhaut entfernen

“Verstärkte Hornhaut sollte entfernt werden”, rät der Dermatologe. “Sie begünstigt in Kombination mit verstärktem Schwitzen einen Pilz- oder Bakterienbefall. Zudem ernähren sich Bakterien und Pilze teils von Hornhautpartikeln.” Zum Entfernen eignen sich beispielsweise Hornhautraspeln.

Tipp 4: Sprays

Antibakterielle Sprays bekämpfen Bakterien und können so die Geruchsbildung hemmen. Assaf: “Sie gibt es zum Aufsprühen für die Füße oder für die Schuhsohlen.” Im Handel erhältliche Schuhdeos können den Schweißgeruch lediglich mit anderen Duftstoffen überdecken.

Tipp 5: Fußbäder mit Eichenrinde

Bestimmte Badezusätze ziehen die Poren zusammen und können die Schweißproduktion hemmen. Ein natürliches Mittel gegen Schweißfüße ist Eichenrinde, die es in der Apotheke zu kaufen gibt. Für ein Fußbad geben Sie zwei bis drei Hände voll auf drei Liter Wasser und lassen die Mischung 20 bis 30 Minuten köcheln. Im Anschluss filtern Sie den Sud, lassen ihn abkühlen und baden die Füße 15 Minuten darin. Die Behandlung können Sie mehrmals in der Woche wiederholen.

Tipp 6: Auf Lederschuhe setzen

Auch für geschlossene Schuhe gilt: In natürlichen Materialien kommen die Füße nicht so schnell ins Schwitzen. Leder gilt als besonders atmungsaktiv.

Tipp 7: Füße sorgfältig trocknen – und föhnen

“Trockene Füße sind das A und O”, erklärt Hautarzt Chalid Assaf. “Nach dem Waschen oder Duschen sollten Füße gründlich mit dem Handtuch abgetrocknet und bei Bedarf trocken geföhnt werden – auch zwischen den Zehen.” Der Grund: Bakterien und Pilze lieben Feuchtigkeit und können sich auf nasser Haut besonders gut vermehren.


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