Als Reinigungskraft selbstständig machen: So kann der Start gelingen!

Putzfrauen fühlen sich oft unwohl in Ihrem Job, denn immer mehr Arbeit und wenig Geld bestimmen den Alltag. Ein Ausweg kann die Selbstständigkeit sein. Bevor Sie jedoch eine eigene Reinigungsfirma gründen könne, gibt es viel vorzubereiten. Mit diesem Artikel können Sie sich einen ersten Überblick verschaffen, was Sie beachten müssen, wenn Sie sich als Putzmann oder Putzfrau selbstständig machen wollen. Wir erklären Ihnen, wer die ersten Ansprechpartner sind, wenn Sie eine Reinigungsfirma gründen wollen und wie Sie finanziell kein allzu großes Risiko eingehen.

1. Reinigungskräfte werden immer gebraucht

Jobs, die mit Schmutz zu tun haben, will kaum jemand machen. Aber sind wir mal ehrlich. Gäbe es nicht all die fleißigen Putzfrauen und Müllmänner, sähe unsere Welt deutlich trüber aus – und das ist noch nett ausgedrückt. Reinigungskräfte und Haushaltshilfen werden in Deutschland ständig gesucht, das zeigen die täglichen Zeitungsinserate. Man könnte also meinen, der Job wäre lukrativ. Leider ist das Gegenteil der Fall, denn gerade in ländlichen Gegenden und bei kleinen Firmen, ist es einer der schlecht bezahltesten Berufe. Für viele Frauen ab 50 ist es aber die einzige Möglichkeit auf dem Arbeitsmarkt präsent zu bleiben.

2. Warum der Weg in die Selbstständigkeit eine Chance sein kann

Nicht nur Frauen, die wegen ihres Alters kaum noch eine Chance haben einen Job zu finden, gehen Putzen. Junge Mütter verdienen sich ebenfalls oft als Reinigungskraft ein kleines Zubrot und auch Männer sind mehr und mehr in Putzkolonnen anzutreffen. Manche sind zufrieden, die meisten allerdings frustriert. Nicht wegen der Arbeit, sondern wegen der schlechten Entlohnung und dem immer höheren Pensum.

Wenn es Ihnen auch so geht, kann der Weg in die Selbstständigkeit eine echte Chance sein. Als selbstständige Putzfrau haben Sie die Fäden in der Hand. Sie entscheiden für wen Sie arbeiten und zu welchen Konditionen. Allerdings muss der Schritt in die Unternehmertätigkeit gut durchdacht und vorbereitet werden.

3. Welche Leistungen biete ich meinen potentiellen Kunden?

Das erste was Sie tun müssen, ist sich über Ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten klar zu werden. Was können Sie anbieten und wie können Sie diese Leistungen umsetzen? Hierbei ist es wichtig, nicht einseitig zu denken. Sie können Fenster besonders streifenfrei putzen, oder sind ein Wischwunder im Bad? Das ist toll, reicht aber mitunter nicht aus.Wollen Sie als Putzfrau selbstständig werden, ist es wichtig, dass Sie mehrere Dienstleistungen anbieten, so wie es die Großen der Branche auch tun. Beispielhaft die Reinigungsfirma der Clean Garant Gruppe, die sich mittlerweile zu einem 3000 Mitarbeiter zählenden Unternehmen entwickelt hat. Das war nur möglich, weil sich Firmenchef Dr. Kurt Winkler seit der Gründung zu 100% auf den Kunden konzentriert, deren Wünsche ernst nimmt und vor allem umsetzt.

4. Finanzielle Absicherung kalkulieren

Wollen Sie sich als Putzfrau selbstständig machen, sollten Sie sich vor allem ein Überblick über Ihre Finanzen und Ausgaben machen. Bei der Kalkulation der reinen Arbeitsleistung bleibt es nicht, denn als Einzelunternehmer sind Sie ganz anderen Verpflichtungen ausgesetzt.

  • Versicherung: Was ist, wenn Ihnen beim Putzen ein wertvoller Gegenstand zu Bruch geht? Sichern Sie sich mit einer Berufshaftpflichtversicherung ab!
  • Betriebsmittel: Sind Sie nicht mehr angestellt, müssen Sie für alle Materialien selber sorgen. Lappen, Wischeimer, Putzmittel – all das muss einkalkuliert werden. Rechnen Sie also alle Betriebsmittel mit ein!
  • Verwaltungskosten: Auch wenn Sie nur ein kleines Unternehmen sind, die deutsche Bürokratie bleibt Ihnen nicht erspart. Kalkulieren Sie alle Verwaltungskosten (Steuerberater, Zeit für die Buchführung)!
  • Werbung und Präsenz: Akquise ist nicht nur am Anfang ein Thema, sondern muss dauerhaft durchgezogen werden. Zur Kundengewinnung und Kundenbindung sind also Visitenkarten, eine eigene Homepage und der Eintrag in soziale Netzwerke unumgänglich. Dieser finanzielle Posten gehört deshalb mit in die Kalkulation!

5. Unerlässlicher Behördenkram

Sie sehen schon bis hierher, es ist einiges zu tun, bis Sie sich selbstständige Reinigungskraft nennen dürfen. Damit aber noch nicht genug, denn ohne den Gang zu bestimmten Behörden kein Start in die Selbstständigkeit.

5.1. Gewerbe anmelden

Um einen Gewerbeschein zu beantragen, müssen Sie keinen Meistertitel vorweisen. Was allerdings wichtig ist, ist die genaue Auflistung Ihrer zukünftigen Dienstleistungen. Am besten gehen Sie zum Gewerbeamt vor Ort, dort wird man Ihnen genau sagen, welche Unterlagen erforderlich sind. In manchen Fällen ist es auch möglich, den Gewerbeschein online zu beantragen.

Ohne viel Startkapital, aber mit dem eigenen Vermögen haftend, können Sie anschließend als Einzelunternehmen (EU) direkt loslegen. Wer lieber als haftungsbeschränktes Unternehmen starten möchte, kann das ebenfalls relativ schnell über in Angriff nehmen.

5.2. Finanzamt informieren

Teilen Sie dem Finanzamt mit, ab wann Sie als selbstständige Reinigungskraft arbeiten. Die Behörde wird Ihnen einen Fragebogen geben, den Sie lückenlos ausfüllen sollten. Hier kommt es nämlich unter anderem darauf an, ob Ihre anfangs sicher niedrigen Einkünfte zur Befreiung von der Umsatzsteuer reichen.

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