Rheumatoide Arthritis natürlich behandeln

Durch Stoffwechselstörungen und Entzündungen werden bei einer rheumatoiden Arthritis die Gelenke angegriffen. Dabei kommt es zu entzündlichen Prozessen der Gelenkinnenhaut, der Sehnenscheiden und Schleimbeutel. Die Gelenke beginnen zu schmerzen, schwellen an und werden warm und rot. Manchmal kommt es zusätzlich zur Bewegungseinschränkung im betroffenen Gelenk und einer morgendlichen Steifigkeit.

Bei einer rheumatoiden Arthritis entwickeln sich die Beschwerden häufig schubweise und halten mehrere Wochen an. Anfangs entzünden sich oft die kleinen Gelenke der Zehen und Finger. Mit der Zeit können auch Knie, Ellbogen, Sprunggelenke, Schultern, Hüften und Wirbelsäule davon betroffen sein.

Wird eine rheumatoide Arthritis nicht behandelt, kann die Entzündung den Knochen beschädigen und zu einer Gelenkverformung und Fehlstellung führen.

Um eine Gelenkzerstörung zu vermeiden und die entzündlichen Prozesse einer rheumatoiden Arthritis zu reduzieren, ist es wichtig, Entzündung auslösende Ursachen zu beseitigen. Rauchen, Zucker, verarbeitete Fette, ein Übermaß an Omega 6 Fettsäuren, Alkohol und Stress gehören zu den Hauptauslösern von Entzündungen. Sie wirken im Körper Säure bildend, greifen die Darmwand an, erhöhen das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm und verwirren dadurch das Immunsystem.

Durch einen beschädigten Darm und einer Übersäuerung wird der Körper anfälliger für Entzündungen und Schmerzen. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist deshalb hilfreich, Säure bildende Lebensmittel zu reduzieren und stattdessen mehr basische Lebensmittel in die Ernährung zu integrieren. Dadurch können Giftstoffe besser ausgeschwemmt und Entzündungen reduziert werden.

Es gibt zusätzlich verschiedene Hausmittel, um die Symptome einer rheumatoiden Arthritis zu lindern und die Entzündungen zu reduzieren.

Kurkuma

Kurkuma enthält die Verbindung Curcumin, die bei einer rheumatoiden Arthritis besonders hilfreich ist. Curcumin besitzt starke entzündungshemmende Eigenschaften und hilft eine Gelenkentzündung zu vermeiden. Sie blockiert bestimmte Enzyme und Zytokine, welche die Entzündung verursachen. Kurkuma hat eine ähnliche Wirkung, wie nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR).

Für die Anwendung von Kurkuma: 1 Liter Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. 1 Esslöffel Kurkumapulver ins Wasser geben und die Mischung für weitere 10 Minuten köcheln lassen. Die Kurkumamischung abkühlen lassen und 1 Mal täglich trinken.

Apfelessig

Apfelessig ist reich an verschiedenen Mineralien, wie Calcium, Magnesium und Kalium. Diese Mineralien helfen, den pH-Wert im Körper ins Gleichgewicht zu bringen und Entzündungen zu verhindern. Apfelessig hilft dadurch, Schmerzen und Entzündungen in den Gelenken zu reduzieren und den Heilungsprozess zu beschleunigen.

Für die Anwendung von Apfelessig: 1 Esslöffel rohen, ungefilterten Apfelessig mit 1 Teelöffel Honig in 1 Tasse mit warmem Wasser geben und vermischen. Die Mischung 1 Mal täglich trinken.

Knoblauch

Knoblauch hemmt die Produktion von Zytokinen und hilft dadurch Schmerzen und Schwellungen einer rheumatoiden Arthritis zu lindern. Er hemmt außerdem die Bildung von freien Radikalen, die gesunde Gelenke beschädigen, und stärkt das Immunsystem. Bei einer rheumatoiden Arthritis ist vor allem roher Knoblauch sehr hilfreich.

Für die Anwendung von Knoblauch: 1 bis 2 rohe Knoblauchzehen zerdrücken und mit 1 Tasse warmem Zitronenwasser jeden Morgen auf nüchternem Magen verzehren. Für die Zubereitung von Zitronenwasser: Den frisch gepressten Saft einer halben Zitrone in eine Tasse mit warmem Wasser geben und verrühren.

Ingwer

Ingwer enthält die Verbindung Gingerol, die entzündungshemmend wirkt und Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen im Gelenk reduziert. Bei einer rheumatoiden Arthritis kann das betroffene Gelenk mit Ingweröl massiert werden. Um den Heilungsprozess zusätzlich zu unterstützen, sollte 2 bis 3 Mal täglich Ingwertee getrunken werden.

Für die Zubereitung von Ingwertee: 1 Teelöffel geriebene Ingwerwurzel in eine Tasse mit heißem, gekochtem Wasser geben. Den Tee bedecken und 10 Minuten ziehen lassen. Den Tee warm trinken.

Gerstengras

Gerstengras ist reich an Chlorophyll, enthält viele wichtige Enzyme und Antioxidantien. Es wirkt entzündungshemmend, basisch und hilft den Körper von Entzündung auslösenden Giftstoffen zu befreien. Dadurch lindert es Gelenkschmerzen, Schwellungen und ein Steifigkeitsgefühl in den Gelenken.

Für die Anwendung von Gerstengras: 1 gehäuften Teelöffel Bio-Gerstengraspulver in ein Glas mit Wasser geben und gut verrühren. Das Gerstengraswasser 3 Mal täglich trinken.

Bittersalz

Bittersalz lindert Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken. Der hohe Magnesiumgehalt in Bittersalz hilft außerdem, den pH-Wert im Körper ins Gleichgewicht zu bringen und dadurch Entzündungen und ein Steifigkeitsgefühl in den Gelenken zu reduzieren. Bittersalz unterstützt auch die Mineralisierung der Knochen.

Einfach 2 Tassen Bittersalz in eine Badewanne mit warmem Wasser geben und gut vermischen. Das Bad für 30 Minuten genießen und 3 Mal pro Woche wiederholen.

Bewegung

Bewegung gehört zum besten Mittel gegen Rheuma. Durch Bewegung wird die Durchblutung im Gelenk angeregt, Stoffwechselprozesse beschleunigt und die entzündlichen Stoffe schneller aus dem Gelenk heraustransportiert. Das Gelenk wird beweglicher, die Schwellung reduziert und die Schmerzen verringert.

Je nach Art und Schwere der Gelenkentzündung sollten die Übungen individuell angepasst werden. Die Übungen sollten immer schmerzfrei durchgeführt und das Gelenk nicht überlastet werden. Durch eine Überlastung wird die Entzündung verschlimmert.

Anfangs sind leichte Dehnübungen der Muskulatur sehr hilfreich. Sie helfen, die Beweglichkeit im Gelenk zu steigern und Verklebungen vom Bindegewebe zu lösen. Mit der Zeit kann die Muskulatur immer mehr gekräftigt werden.

Massagen

Ist die Muskulatur verspannt, werden die Gelenkflächen stärker aneinandergedrückt, wodurch die Entzündungen und Schmerzen im Gelenk steigen.

Massagen fördern die Durchblutung in der Muskulatur und helfen dadurch eine verspannte Muskulatur zu entspannen. Durch die vermehrte Durchblutung werden Heilungsprozesse beschleunigt und entzündliche Stoffe schneller aus der Muskulatur und dem Gelenk beseitigt.

Bei einer rheumatoiden Arthritis ist es wichtig, die Muskulatur und die Sehnen sanft zu massieren. Starke Massagen oder Reibungen können die Entzündung und die Schmerzen verschlimmern.

Für die Massage: 2 Tropfen ätherisches Lavendelöl mit 1 Esslöffel Olivenöl vermischen und damit das betroffene Gelenk einreiben. Die Muskulatur und Sehnen um das Gelenk mit sanften und kreisenden Bewegungen für 10 Minuten massieren. Die Massage 2 bis 3 Mal täglich wiederholen.

Weitere Tipps bei rheumatoider Arthritis:

  • Alle betroffenen Gelenke mindestens 1 Mal täglich im vollen Bewegungsausmaß bewegen. Die hilft, die Beweglichkeit im Gelenk beizubehalten und ein Steifigkeitsgefühl zu verringern. Die Bewegung sollte langsam und sanft durchgeführt werden, um weitere Schmerzen zu vermeiden.
  • Situationen vermeiden, die das Gelenk zu stark belasten, um weitere Entzündungen zu vermeiden.
  • Das betroffene Gelenk ausreichend ruhen lassen, um den Heilungsprozess zu unterstützen.
  • Das betroffene Gelenk nicht zu lange in der gleichen Position halten. Der Positionswechsel ist wichtig, um die Gelenkflüssigkeit im Gelenk zu verteilen und dadurch ein Steifigkeitsgefühl zu verhindern.
  • Rauchen und Alkohol vermeiden.
  • Ausreichend Wasser trinken. Das Wasser hilft Giftstoffe aus dem Körper zu spülen, unterstützt Zellprozesse und hilft Entzündungen zu reduzieren.
  • Täglich 2 bis 3 Tassen grünen Tee trinken. Grüner Tee ist reich an Antioxidantien und hilft, Entzündungen im Körper zu reduzieren.
  • Jeden Morgen auf nüchternen Magen ein Glas mit warmem Zitronenwasser trinken. Warmes Zitronenwasser wirkt basisch und hilft Giftstoffe aus dem Körper zu spülen.
  • Jeden Morgen für 10 bis 15 Minuten das Gesicht, die Arme und das betroffene Gelenk sonnen. Durch das Sonnenlicht wird die Vitamin-D-Produktion im Körper angeregt. Vitamin D ist für die Knochengesundheit sehr wichtig.

Es gibt verschiedene Hausmittel und Tipps, welche die Symptome einer rheumatoiden Arthritis verringern. Neben diesen Hausmitteln und Tipps ist es wichtig, Lebensmittel mit viel Omega 3 Fettsäuren, Vitamin C, Eisen, Calcium, Kalium und Magnesium in die Ernährung integrieren. Diese Nährstoffe wirken entzündungshemmend und helfen, den Säure-Basen-Haushalt im Körper ins Gleichgewicht zu bringen. Dadurch wird die Immunfunktion unterstützt und Entzündungen reduziert.

Indem wir mehr entzündungshemmende Lebensmittel in den Alltag integrieren, können wir das Risiko von Entzündungen reduzieren. Mit einer gesunden Darmwand und Darmflora können außerdem fremde Eindringlinge schon an der Darmwand aufgehalten, das Immunsystem entlastet und systematische Entzündungen abgebaut werden.

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