Eisenpfanne reinigen: Schmutz, Rost und Eingebranntes kinderleicht entfernen

Eisenpfannen sind aus den meisten Küchen nicht mehr wegzudenken. Diese Pfannenart zeichnet sich durch ihre robusten Eigenschaften aus. Doch gerade wenn es darum geht, die Eisenpfanne zu reinigen und zu pflegen, müssen Sie auf einige Besonderheiten achten. Wir zeigen Ihnen nachfolgend, wie Sie Ihre Pfanne aus Gusseisen richtig säubern und was sonst noch wichtig ist.Empfehlung der Redaktion: Pfannereiniger für Guss und Eisen online kaufen

1. Die besonderen Eigeschaften der Pfanne erfordern Besondere Maßnahmen

Eisenpfannen sind unverwüstlich. Außerdem lassen sich in einer solchen Pfanne viele Speisen besonders schmackhaft zubereiten. Daher sind alte Eisenpfannen auch so enorm beliebt. Sobald sie einmal eingebrannt sind, überzeugen sie durch unverwechselbare Brateigenschaften.

Doch tatsächlich ist die Reinigung der Eisenpfanne nicht ganz so einfach. Das Wichtigste vorab: Spülmittel hat bei der Reinigung nichts zu suchen. Durch das Einbrennen bildet sich die sogenannte Patina – in der die Röstaromen gespeichert sind – die würde verschwinden, wenn Sie die Pfanne mit Spülmittel reinigen.

Diese verbrannte Schicht ist für die Funktionsweise der Gusseisen-Pfanne elementar. Das hört sich erst einmal unhygienisch an. Doch das ist es gar nicht. Fakt ist, dass Bakterien sowie Viren bei Temperaturen um die 70 °C absterben. Wenn Sie in der Bratpfanne aus Gusseisen also Speisen zubereiten, müssen Sie sich keine Sorgen um irgendwelche Bakterien machen. In der geschmiedeten Pfanne können sie keinen Schaden anrichten.

2. Eisenpfanne im Alltag reinigen: Schritt für Schritt

Die richtige Reinigung der Pfanne aus Gusseisen sieht folgendermaßen aus:

  • Lassen Sie die Pfanne nach dem Braten vollständig abkühlen. Würden Sie kaltes Wasser in die heiße Pfanne geben, hat das zur Folge, dass sich das Eisen verzieht und dann passt die Pfanne nicht mehr auf die Herdplatte.
  • Sobald die Pfanne erkaltet ist, spülen Sie sie mit warmem Wasser aus.
  • Sind Kochreste in der Pfanne, die anhaften, nehmen Sie einen Schwamm und reiben Sie über die betreffenden Stellen.
  • Sollten sich die Reste nicht lösen, können Sie warmes Wasser in die Pfanne geben und dieses etwas einweichen lassen.
  • Danach reiben Sie noch einmal mit dem Schwamm über die verschmutzten Stellen der Pfanne.
  • Wenn die Pfanne nach der Reinigung noch merklich fettig ist, dann können Sie mit einem Küchenpapier über den Pfannenboden fahren.

Beachten Sie unbedingt, dass es gar nicht schadet, wenn Pfannenboden und Pfannenwand noch etwas fettig sind. Denn mit diesem Fett pflegen Sie die Pfanne. Es sorgt dafür, dass sich kein Rost bildet. Wenn die Pfanne also nicht wirklich schmutzig ist, brauchen Sie für die Reinigung nicht einmal Wasser. Nehmen Sie einfach ein trockenes Küchentuch und entfernen Sie die Reste aus der Pfanne. Danach können Sie sie einfach in den Schrank stellen.

Auf die wichtigsten Fakten wird im nachfolgenden Video ausführlich eingegangen:

3. Eisenpfanne bei Verschmutzungen und Eingebranntem reinigen: Diese Hausmittel sind effektiv

Manchmal kann es nötig sein, dass Sie die Eisenpfanne gründlich reinigen müssen, weil es zu hartnäckigeren Verschmutzungen gekommen ist. Dafür brauchen Sie keine teuren Reinigungsmittel, denn Hausmittel tun es ebenfalls.

Ein echter Klassiker ist Salz. Mit Salz können Sie im Handumdrehen nach Gebrauch der Eisenpfanne Angebranntes entfernen, sollte es zu einem Missgeschick kommen. Ist Ihnen etwas angebrannt, stellen Sie die verschmutzte Pfanne mit etwas Wasser auf den Herd. Erhitzen Sie das Wasser und lassen Sie es dann etwas abkühlen. In vielen Fällen genügt dieses Vorgehen bereits.

Ist die Pfanne immer noch angebrannt, dann geben Sie etwas Salz in die Pfanne und reiben Sie mit Zewa über die betroffenen Stellen. Wenn das noch immer keine Besserung mit sich bringt, dann befüllen Sie die Pfanne so lange mit Salz, bis der Pfannenboden komplett bedeckt ist. Erhitzen Sie das Salz vorsichtigen und reiben Sie mit dem Zewa wieder über die betroffenen Stellen. Das sollte ausreichen, um das Angebrannte zu entfernen. Eine Alternative zu Salz können Natron oder Soda genutzt werden.

4. Schmutz vorbeugen: So wird die Eisenpfanne gepflegt

Rost ist wohl ein großer Feind der Eisenpfanne. Das Problem können Sie allerdings umgehen, wenn Sie Ihre Eisenpfanne richtig pflegen.

Dafür bietet es sich an, wenn Sie die Bratpfanne nach der Reinigung mit Bratöl einreiben. Dazu geben Sie etwas Öl auf ein Tuch und verteilen es gründlich auf dem Pfannenboden. Dies dient dazu, Rost vorzubeugen.

Sofern Sie Ihre Pfannen im Schrank stapeln, sollten Sie unbedingt einen Pfannenschutz dazwischen legen. Sonst könnte der Pfannenboden Schaden nehmen und verkratzen.

Damit die Pfanne auch sonst lange für Freude in der Küche sorgt, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Sie die Oberfläche schonend behandeln. Verwenden Sie idealerweise nur weiche Schwämme und verzichten Sie auf kratzende und schmirgelnde Materialien. Die könnten den Pfannenboden nämlich zerstören und dann erfüllt die Pfanne nicht mehr den gewünschten Zweck. Im Zweifel gehen Sie lieber schonend vor und führen die Reinigung mehrfach durch.

5. Eisenpfanne einbrennen: So geht es

Das Einbrennen von Eisenpfannen ist ein wichtiger Vorgang, wenn Sie das bestmögliche Bratergebnisse erzielen möchten und verhindern wollen, dass das Bratgut in der Pfanne anhaftet. Für das Einbrennverfahren brauchen Sie ein Öl, das hoch erhitzt werden kann. Füllen Sie eine Schicht Öl in die Pfanne, bis der Pfannenboden rund 5 Zentimeter bedeckt ist. Nun stellen Sie den Herd auf die höchste Stufe und warten, bis das Öl anfängt zu rauchen. Nehmen Sie die Bratpfanne vom Herd und stellen Sie diese auf eine kalte Herdplatte, bis sowohl Pfanne als auch Öl abgekühlt sind.

Das Öl schütten Sie weg, die Pfanne reiben Sie mit einem Küchentuch sauber. Das einmalige Einbrennen reicht im Normalfall aus. Generell gilt jedoch, dass die Bratpfanne erst dann richtig eingebrannt ist, wenn die Patina sich gebildet hat.

Die Patina ist ein wichtiges Merkmal bei Eisenpfannen. Sie färbt das Eisen braun bis schwarz und speichert Röstaromen. Diese sind verantwortlich, um den Gerichten den unverwechselbaren Röstgeschmack zu verleihen, für den Eisenpfannen bekannt sind.

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