Blockade im Rücken: Symptome und Behandlung für Sie erklärt

Rückenschmerzen plagen heutzutage viele Menschen. Zwar kann der Körper mit gesunder Ernährung und Sport unterstützt werden, doch auch durch einen unglücklichen Sturz oder bei einem Unfall kann es dazu kommen, dass Ihre Rückenwirbel blockieren. In unserem Ratgeber klären wir Sie über die Auswirkungen von Blockaden in den verschiedenen Wirbelabschnitten auf und geben Ihnen ein paar Tipps an die Hand, wie Sie die Blockade nicht nur lösen, sondern auch weiteren Beschwerden vorbeugen können.

1. Blockade im Rücken – schmerzhafte Bewegungseinschränkung in der Wirbelsäule

Unter einer Blockade im Rücken ist eine eingeschränkte Bewegungsfunktion einzelner Wirbel zu verstehen. Manchmal können die Wirbelkörper auch minimal verschoben sein. Das führt dazu, dass sich die Muskulatur verspannt und sich der betroffene Bereich entzündet.

Vorkommen kann dies im Bereich der Halswirbelsäule (HWS), der Brustwirbelsäule (BWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS). Handelt es sich um eine Blockade im unteren Rücken, wird häufig auch von einem Hexenschuss gesprochen.

2. Ursachen – eine schwache Rückenmuskulatur begünstigt Blockaden

Verlegen, verdreht oder verhoben – die Ursachen einer Blockade im Rücken sind vielseitig. Wir haben ein paar Beispiele aufgelistet:

  • Falsches Heben schwerer Gegenstände (Heben aus dem Rücken anstatt aus der Hüfte)
  • Falsche Belastung des Rückens durch beispielsweise verdrehte Körperhaltung
  • Schwache Rückenmuskulatur wegen einem unausgeglichenem Alltag ohne Sport
  • Unfälle und Stürze

3. Symptome – abhängig von der betroffenen Stelle

Begleitet wird eine Blockade im Rücken stets von stärkeren Rückenschmerzen, die sich bei unterschiedlichen Bewegungen auch in einem unangenehmen Stechen zuspitzenkönnen.

Abhängig davon, wo genau die Blockade im Rücken sitzt, kann es zu verschiedenen zusätzlichen Symptomen und verschiedenartigen Bewegungseinschränkungen kommen.

BereichSymptome
HWSKopfschmerzenNackenschmerzenSchulterschmerzen
BWSAtemproblemeAtemschmerzenDruckgefühl im Lungenbereich
LWSausstrahlende Schmerzen in Hüfteausstrahlende Schmerzen in den BeinenProbleme mit Verdauung und Stuhlgang

4. Behandlung – Wärme und kontrollierte Bewegung hilft beim Lösen der Blockade

So verlockend es auch sein mag – sich einfach nur ins Bett zu legen und zu hoffen, dass die Schmerzen vorbei gehen, verschlimmert die Lage in der Regel nur noch. Bleiben Sie stattdessen in Bewegung und wechseln Sie aktiv Ihre Position.

Wärme kann bei der Entspannung der verkrampften Muskulatur helfen. Greifen Sie dafür auf Wärmflaschen oder Kirschkernkissen zurück. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln kann dafür sorgen, den Körper temporär runterzufahren und ihm die Zeit zur Regeneration zu geben. Besonders entzündungshemmende Medikamente bieten sich an.

4.1. Ärztliche Behandlungsmethoden helfen gezielt und effizient

Gehen Sie sicherheitshalber zum Arzt, wenn Sie einen blockierten Wirbel vermuten.Der Hausarzt kann anhand Ihrer Beschwerden beurteilen, ob eine Behandlung nötig ist und Sie gegebenenfalls an einen Orthopäden oder Chiropraktiker überweisen. In schwereren Fällen stellt er Ihnen außerdem eine Krankschreibung und ein Rezept für passende Schmerzmedikation aus.

Zur Behandlung einer Blockade im Rücken eignet sich zudem das angeleitete Rückentraining eines Physiotherapeuten. Die Dauer der verschriebenen Therapie orientiert sich hierbei stets an der Schwere der Wirbelblockade.

In der manuellen Medizin, auch Chirotherapie genannt, werden blockierte Wirbel mittels zwei verschiedener Ansätze angegangen: Mobilisation und Manipulation.

  • Die Mobilisation beschreibt die langsame Erweiterung des Bewegungsradius in die eingeschränkte Richtung.
  • Bei der Manipulation hingegen werden schnelle, aber kürzere Bewegungen in die nicht blockierte Richtung genutzt, um die Blockade zu lösen.

5. Tipps zur Vorbeugung

Gut zu wissenErkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse nach Kursen zur Stärkung und Unterstützung der Rückenmuskulatur. Viele Krankenkassen steuern zu den Kosten einer Rückenschule bei oder übernehmen sie sogar vollständig.

Damit Sie gar nicht erst eine Blockade im Rücken bekommen, sollten Sie regelmäßige Bewegung in Ihren Alltag einbauen.

  • Abendspaziergänge, Joggen oder Walken sind rückenschonend und trainieren ihn zugleich.
  • Nutzen Sie im Alltag lieber Treppen statt den Fahrstuhl.
  • Sofern möglich nutzen Sie das Fahrrad statt Autooder Bahn um ins Büro, zum Einkaufen oder zu Freunden zu gelangen.
  • Heben Sie schwere Dinge zudem immer aus der Hüfte und nie aus dem Rücken. Gehen Sie in die Hocke, wenn Sie etwas anheben wollen und beugen Sie sich nicht einfach nur vor!
  • Auch Stress kann Verspannungen und Blockaden hervorrufen. Progressive Muskelentspannung und autogenes Training reduzieren Stress im Alltag.

Bei wiederkehrenden Symptomen, die sich auf eine falsche Haltung oder eine schwache Rückenmuskulatur zurückführen lassen, kann eine Rückenschule hilfreich sein. Arbeiten Sie im Büro können Sie auch durch ein Sitzkissen, einen kleinen Tritt für die Füße sowie eine ergonomische Maus und Tastatur Verspannungen und Blocken im Rücken vorbeugen.

Auch Übergewicht begünstigt Rückenprobleme. Eine grundlegende Ernährungsumstellung sowie Sport und Bewegung im Alltag können dem Abhilfe schaffen und helfen gleichzeitig, das Gewicht langfristig zu reduzieren.

5.1. Mit Yoga den Rücken im Alltag entlasten

Eine gute Übung zur Lockerung der Rückenwirbel kommt unter anderem aus dem Yoga. Sie starten im Vierfüßlerstand, also knien auf dem Boden und stützen sich mit beiden Händen ab.

Im ersten Schritt krümmen Sie Ihren Rücken nach oben, wie bei einem Katzenbuckel. Im zweiten Schritt strecken Sie den Bauch nach unten durch und machen somit einen Pferderücken.

Wiederholen Sie die Übung zehnmal, langsam und sauber. Hören Sie ein Knacken, ist das kein Problem. Sollten Sie jedoch verstärkt Schmerzen wahrnehmen, halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt.

Yoga eignet sich allgemein sehr gut, um den Rücken und den Rest des Körpers nach einem langen Tag zu entspannen. Im Netz findet Sie viele Übungen für Einsteiger. Eine 10-minütige Yoga-Session lässt sich problemlos in den Alltag integrieren:

6. Blockade im Nebengelenk ISG

Spüren Sie die Schmerzen nicht im oberen Rücken, sondern eher im unteren Bereich, haben Beschwerden beim Sitzen und Ihre Hüfte wird unflexibler, kann es durchaus an einem verkanteten Iliosakralgelenk(ISG) liegen. Im Deutschen wird dieses auch Kreuzbein-Darmbein-Gelenk genannt und verbindet, wie der Name schon sagt, Darmbein und das Kreuzbein.

Das ISG erfüllt die Rolle eines Nebengelenks und sorgt dafür, dass die Hauptgelenke deutlich beweglicher sind. Genaugenommen haben wir sogar zwei Gelenke: Eines auf der rechten und eines auf der linken Seite.

Wie auch bei anderen Blockaden im Rücken sollten Sie als erstes zum Arzt gehen. Dieser kann anhand einer Anamnese und mithilfe bildgebender Verfahren überprüfen, ob und in welchem Ausmaß Ihr Iliosakralgelenk blockiert ist.

Zur möglichen Behandlung gehören neben Physiotherapie und Chirotherapie auch Akupunkturen. Bei extremen Fällen kann auch auf Injektionen mit einer Spritze direkt in das Gelenk zurückgegriffen werden.

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