Schöne Nägel: Die besten Hausmittel zur Nagelpflege

Schöne Fingernägel sind kein Privileg, sondern ein Kennzeichen von Gesundheit und Bemühung. Bei manchen Menschen ist die Arbeit Schuld an unschönen Nägeln. Bei anderen das Nägel knabbern. Bei einigen ist Mineralstoffmangel schuld, bei anderen ein Nagelpilz. Letzten Endes gibt es keine Ausrede. Jeder kann etwas für gepflegte, kräftige und schöne Fingernägel tun.

Es ist nicht ehrenrührig, durch eine geeignete Ernährung etwas für die innere Gesundheit der Nägel zu tun. Außerdem sind jede Menge natürliche Pflegemaßnahmen und Wachstumshelfer zu finden, die jeder anwenden kann. Bekanntlich ergibt ein Blick auf die Hände eines Menschen oft die erste Einschätzung darüber, wen man vor sich hat.

Ein Crashkurs in anatomischen Grundlagen

Bei vielen Menschen werden die Fingernägel nicht besonders beachtet. Mehr als das tägliche Waschen erhalten sie nicht an Pflege. Viele Frauen feilen und lackieren ihre Fingernägel wenigstens regelmäßig. Die Bedeutung der Fingernägel ist den meisten Menschen aber unbekannt. Fakt ist: auch ein Fingernagel hat eine Funktion – und jeder seiner Teile ist dafür wichtig. Ohne Fingernägel hättest Du beispielsweise keinen Schutz vor Verletzungen an den empfindlichen Fingerspitzen. Hände und Füße werden nicht umsonst bestens durchblutet.

Wir benötigen die Finger zum Tasten, Greifen oder Schreiben. Die Fingernägel dienen manchmal als Werkzeuge, in anderen Kontexten als Verletzungsschutz oder weibliches Schönheitsmerkmal. Wichtig sind die Fingernägel beispielsweise als Krankheitsanzeiger wie Nagelpilz oder Durchblutungsstörungen. Sie können auch zum Anzeiger von ernährungsbedingten Mangelerscheinungen werden.

Wer weiß schon, dass ein Fingernagel aus 150 aufeinander gestapelten Hornschichten besteht? Diese bilden die Nagelplatte. Diese ist an drei Seiten im Nagelbett fest eingewachsen. Dabei unterstützt die Nagelwurzel oder -matrix die feste Verankerung. Der Teil der Nagelwurzel, den wir sehen können, ist als „Nagelmond“ zu erkennen. Von hier aus wächst der Nagel nach vorne. Im Übergangsbereich zwischen der Nagelplatte und der Fingerhaut liegt der Nagelwall. Er verhindert das Eindringen von Bakterien und Pilzen in das Nagelbett.

Ein Fingernagel kann pro Woche lediglich einen halben bis ganzen Millimeter wachsen. Fußnägel wachsen noch langsamer. Ein verlorener Fingernagel braucht demnach ein halbes Jahr, ein Zehennagel sogar ein Jahr, um sich komplett neu zu bilden. Mancher bemerkt, dass die Nägel im Sommer schneller zu wachsen scheinen. Das liegt am Vitamin D, das durch die Sonne über die Haut gebildet werden kann.

Tipps zur natürlichen Nagelpflege

Kluge Menschen verzichten bewusst auf chemische Nagelpflegemittel und Nagellacke, weil diese den Fingernagel eher schädigen, als dass sie ihm nützen.

1. Zur effektiven Nagelhärtung und zur Förderung des Nagelwachstums dient ein Hausmittel aus Mandel- und Olivenöl mit Knoblauch. Wer brüchige und dünne Fingernägel hat, sollte es täglich anwenden. Die Knobi-Öl-Mixtur spendet dem Nagel Feuchtigkeit, Fett, Vitamin E, Mineralstoffe und Antioxidantien. Sie wird gut absorbiert. Der Knoblauch trägt seine antimykotische und antibakterielle Wirkung bei. Er sorgt durch seinen Schwefelgehalt für die Nagelhärtung.

Hergestellt wird dieses Nagelpflegemittel aus 50 Millilitern extra nativem Mandelöl, 100 Milliliter hochwertigem Olivenöl und acht geschälten Knoblauchzehen. Diese werden zerkleinert und als dicke Paste in einer Glasschüssel aufgefangen. Die Knoblauchpaste wird dann in ein Schraubdeckelglas gefüllt und mit dem Öl aufgefüllt. Nun muss das Ganze drei Tage lang an einem dunklen Ort durchziehen. Danach wird der Knoblauch abgeseiht. Das Öl kann nun täglich mit einem feinen Nagelpinsel auf die frisch gereinigten Nägel gestrichen werden. Danach sollte das Öl einziehen können. Da es nach Knoblauch duftet, ist der Abend ideal.

2. Einen ähnlich durchschlagenden Effekt hat ein Hausmittel, das aus Knoblauch und Zitrone hergestellt wird. Auch hier wirken dieselben Inhaltsstoffe plus die Vitamin-Power der Zitrone auf die Nagelhärtung ein. Du nimmst in diesem Fall zwei Knoblauchzehen auf 30 Milliliter bzw. zwei Esslöffel frischen Zitronensaft. Außerdem brauchst Du eine Vitamin E-Kapseln und eine angebrochene Flasche transparenten Nagellack.

Zuerst werden die geschälten Knoblauchzehen gepresst und mit dem Zitronensaft vermischt. Dann wird die Vitamin E-Kapsel geöffnet und der Inhalt wird dazu gegeben. Die Mixtur darf nun eine Viertelstunde bis 20 Minuten ziehen. Danach wird sie in eine angebrochene Flasche mit durchsichtigem Nagellack gefüllt. Bevor Du diesen Spezial-Nagellack aufträgst, sollten die Finger gereinigt werden. Der alte Nagellack wird entfernt. Dein natürlicher Nagelhärtungslack wird nun gleichmäßig auf alle Fingernägel aufgetragen. Der Lack bleibt nach dem Einziehen drei Tage auf den Nägeln. Dann wird er entfernt. Am Tag danach sollen die Nägel ruhen. Danach lackierst Du sie erneut mit Deinem Zitronen-Knobi-Nagelhärter. Nach einer Woche wirken Deine Fingernägel schon deutlich kräftiger.

Tun oder lassen, um die Nägel zu stärken

Alle genannten Hausmittel zur Nagelkräftigung sind nützlich. Doch wenn Du nicht zusätzlich Deine Ernährung optimierst und vermeidbare Fehler ausschaltest, reicht das nicht für das beste Ergebnis. Hier allgemeine Ratschläge, mit denen Du zu schönen, gesunden und kräftigen Nägeln kommst.

1. Wichtig ist eine gesunde Ernährung, von der auch Deine Nägel etwas haben. Diese brauchen vor allem viele Proteine, Antioxidantien und Mineralstoffe.

2. Wichtig ist außerdem die ausreichende Zufuhr von Trinkwasser. Jeden Tag solltest Du – neben anderen Getränken, die Du konsumiert – unbedingt 8 große Gläser Wasser zu Dir nehmen.

3. Beim Hausputz solltest Du immer Haushaltshandschuhe tragen, denn Reinigungsmittel sind scharf. Sie laugen Haut und Nägel aus. Da auch Haushaltshandschuhe die Haut und die Nägel austrocknen können, ist der Auftrag einer Feuchtigkeitscreme nach der Nutzung eine gute Idee.

4. Um spröde und brüchige Nägel zu vermeiden, solltest Du das Nägelkauen unterlassen. Mit den Fingernägeln als Werkzeug irgendetwas zu öffnen, ist tabu. Ebenfalls solltest Du niemals die Nagelhaut mit Knipsern oder Nagelscheren entfernen. 

5. Aggressive und chemische Kosmetika sollten nicht mehr verwendet werden. Darunter fallen auch chemischer Nagellack oder Nagellackentferner. Die enthalten oft toxische Stoffe wie Formaldehyd, Toluol oder aggressive Sulfonamide.

6. Bei auffallenden Nagelschäden, Flecken oder Verfärbungen solltest Du frühzeitig zum Hautarzt gehen. Da die Nägel langsam wachsen, sollten erkannte Nagelschäden gleich behandelt werden. Außerdem sind veränderte Fingernägel Anzeiger für bestimmte Erkrankungen oder Mangelzustände. Gesunde Nägel wirken rosig und gut durchblutet. Bläuliche Fingernägel können eine Herzerkrankung nahelegen, weißliche eine Durchblutungsstörung anzeigen. Rillen und Flecken könnten einen Mangelzustand oder eine Störung anzeigen.

8. Ein verlangsamtes Nagelwachstum kann ebenfalls Gründe haben, die abgeklärt werden sollten. Verantwortlich für ein besonders langsames Nagelwachstum können hormonelle Störungen, aber auch Alterungsprozesse, Nährstoffmangel, chronische Erkrankungen des Stoffwechsels oder bestimmte Medikamente sein. Andererseits können auch gesplittete oder brüchige Nägel dazu führen, dass das Nagelwachstum gestört wird.

Natürliche Booster für das Nagelwachstum

Um das Nagelwachstum durch natürliche Mittel zu verbessern, kannst Du eine Menge tun. Wichtig ist beispielsweise eine verbesserte Nährstoffzufuhr.

  1. Mit Kokosöl können die Nährstofflage und der Feuchtigkeitsgehalt der Nägel verbessert werden. Dadurch wachsen wie besser. Kokosöl schützt zudem gegen Nagelhaut-Infektionen. Wenn Du täglich vor dem Schlafengehen angewärmtes Kokosöl auf die Nägel aufträgst und einmassierst, wachsen die Nägel schneller. Zum Schutz und zwecks Feuchtigkeitserhalt könntest Du Baumwollhandschuhe im Bett tragen.

2. Für eine kurmäßige Kokosölanwendung brauchst Du eine viertelvolle Tasse Kokosöl, das Du mit einer viertelvollen Tasse Akazienhonig und vier Tropfen Rosmarinöl vermengst. Die Mischung wird erwärmt. Danach weichst Du Deine Finger eine Viertelstunde in dieser Mischung ein. Die Anwendung wird ein oder zweimal je Woche vorgenommen.

3. Mit dem Nährstoffreichtum von Leinöl kannst Du das Nagelwachstum befördern. Leinöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, mehreren B-Vitaminen, Zink, Magnesium und Kalium sowie Proteinen. Der natürliche Fettgehalt des Leinsamens hilft gegen spröde und brüchige Nägel. Trage zweimal täglich etwas Leinöl auf Deine Nägel auf und massiere es fünf Minuten lang ein. Anschließend tragen manchen Verwender einige Stunden lang Baumwollhandschuhe, um Fett und Feuchtigkeit zu erhalten.

4. Olivenöl versorgt Haut und Nägel mit natürlichen Nährstoffen wie dem durchblutungsfördernden Vitamin E. Mit angewärmtem Olivenöl, das täglich abends auf Deine Nägel aufgetragen und einmassiert wird, kann die Reparatur beschädigter Nägel verbessert werden. Olivenöl fördert das Wachstum von gesunden Nagelzellen.

5. Orangensaft ist eine Vitamin C-Bombe, die vorteilhaft für verbessertes Nagelwachstum ist. Das Vitamin C fördert die Kollagenproduktion. Die im Saft enthaltende Folsäure fördert das Wachstum Deiner Nägel. Einfach eine Orange auspressen und in einem Teil des Saftes Deine Fingernägel für zehn Minuten baden. Danach werden die Finger mit warmem Wasser abgespült, trockengetupft und mit Kokosöl behandelt. Wenn Du das einmal täglich wiederholst, werden Deine Nägel schön kräftig. Sie wachsen wieder so, wie sie sollen.

6. Apropos Vitamin C. Die Zitrone ist eine Power-Vitaminlieferantin, die auch dem Nagelwachstum auf die Sprünge hilft. Oben haben wir bereits eine Kur mit Zitrone und Knoblauch vorgeschlagen. Hier soll frischer Zitronensaft dafür sorgen, dass Deine Fingernägel gestärkt werden. Zugleich erhalten sie einen schönen Schimmer. Die Zitrone kann Nikotinflecken an den Nägeln entfernen und das Vitamin C sorgt für verbessertes Nagelwachstum.

Dazu wird ein Esslöffel frisch gepresster Zitronensaft mit drei Esslöffeln Olivenöl verrührt und dann erwärmt. Darin werden die Fingernägel täglich zehn Minuten lang eingeweicht. Für brüchige oder gesplittete Fingernägeln ist es hilfreich, etwas frisch gepressten Zitronensaft einzumassieren. Danach sollte der Zitronensaft mit lauwarmem Wasser abgespült werden. Nach dem Trockentupfen werden die Nägel mit Olivenöl bzw. Kokosöl eingefettet.

7. Brennnesseltee kräftigt die Nägel. Er enthält Kieselsäure und viele Mineralstoffe, die bei der Nagelbildung benötigt werden. Außerdem entwässert die Brennnessel. Dadurch spült sie auch schädliche Stoffe aus, die die Nährstoffversorgung Deiner Fingernägel behindern. Täglich ein oder zwei Tassen Brennnesseltee zu trinken, ist also nützlich.

8. Auch die Versorgung der Nägel mit Biotin ist wichtig. Biotin ist am Fett- und Eiweißstoffwechsel aktiv beteiligt. Es beeinflusst unter anderem die Keratinstruktur. Biotin-Mängel erkennst Du an verlangsamtem Nagelwachstum und dünnen, brüchigen Fingernägeln. Setze für eine bessere Biotin-Versorgung mehr Eier, Möhren, Mandeln und Erdnüsse, Gurken, Tomaten, Linsen, Erdbeeren, Wildlachs oder Blumenkohl auf den Speiseplan.

9. Eine simple Methode, um das Nagelwachstum zu befördern, ist es, die Hände täglich 20 Minuten von der Sonne bestrahlen zu lassen. Dadurch wird mehr Vitamin D in der Haut gebildet. Im Winter ist die Zufuhr von Vitamin D3 durch Tabletten sinnvoll.

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